Am 11.2.15, 19.30 Uhr, Erlangen: "Freihandelsfalle TTIP" - Film,<br>bis 10.3.15 Ausstellung in der Stadtbibliothek

...Probleme, die uns alle angehen
Das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP
TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) ist ein aktuell verhandeltes Freihandels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der Europischen Union und den USA. Ziel des Abkommens ist der Abbau von Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen. Diese Beseitigung fördere das Wachstum und senke Kosten für Unternehmen in der EU und den Vereinigten Staaten, so die Befürworter von TTIP.
Kritik
Viele der verhandelten Punkte werden von Bürger/inne/n und Nichtregierungsorganisationen sehr kritisch gesehen. Es wird befürchtet, dass über die Angleichung von Normen (nicht-tarifären Handelshemmnissen) Arbeits-, Sozial-, Umwelt-, Datenschutz- und Verbraucherschutzstandards gesenkt werden. Außerdem könnten öffentliche Dienstleistungen (z. B. Wasserversorgung) und Kulturgüter dereguliert / privatisiert werden. Auch die vorgesehenen Schiedsgerichte zum Schutz von Investoren und Konzernen sowie die hinter verschlossenen Türen geführten Verhandlungen führen zu Unverständnis, Kritik und Protesten.
Erklärung
Auf Initiative des BDKJ hat der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Bamberg eine Erklärung zu den geplanten Freihandelsabkommen (TTIP, CETE und TiSA) verabschiedet. Zu Ihrer Information und auch als Hilfe für eine eigene Positionierung finden Sie die Erklärung ganz unten als PDF-Datei.
Ausstellung in der Erlanger Stadtbibliothek
Die Ausstellung von "Attac Aachen" zeigt mit zum Teil bissigen Karikaturen die verschiedenen Aspekte des Handelspaktes. Sie wird ergänzt durch Informationen zu den wichtigsten Kritikpunkten am Freihandelsabkommen.
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 11. Februar, um 19.30 Uhr mit dem Film "Wer rettet wen?"
Einlass ist ab 19.00 Uhr
"Wer rettet wen? - Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit"
Ein Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, produziert von Kern Filmproduktion GmbH, Hamburg 2015, 104 Minuten.
Seit fünf Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht.
Für große Banken ist die Finanzkrise vor allem ein Geschäftsmodell. Und die ständig verstimmten und enttäuschten Finanzmärkte scheinen ein besonderes Wesen zu sein, das bei Laune gehalten werden muss.
Wer rettet also wen?
Die Reichen die Armen? Die Politiker die Banken? Die Rettungsschirme Europa? Oder die Steuerzahler einige wenige Individuen?
Nach "WATER MAKES MONEY" und "BAHN UNTER DEM HAMMER" wirft auch der neue Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz einen Blick von unten auf die Probleme, die uns alle angehen. Am 11. Februar 2015 wird der Film an vielen Orten gleichzeitig zu sehen sein - so auch in der Stadtbibliothek Erlangen - und ein Tag später ist dann regulärer Kinostart.
Herzliche Einladung!
Veröffentlichung nach einem Aufruf vom
Dritte Welt Laden Erlangen e. V.Neustädter Kirchenplatz 7, 91054 ErlangenTel: 09131-23266, Fax: 09131-203065