Impuls zum Wochenende - 2. Sonntag nach Ostern

Bis mindestens 3. Mai können keine Gottesdienste und gemeindlichen Veranstaltungen stattfinden.
Deswegen möchte ich Ihnen, wenigstens zu den Sonntagen, einen Impuls geben unter meinem Motto:
"Begegnung mit Jesus - und andere".
Am 2. Ostersonntag wird das Evangelium vom "ungläubigen Thomas" gelesen.
Bei der Begegnung mit Jesus möchte er ihn an den Wundmalen berühren, damit er glauben kann, dass Jesus auferstanden ist.
Diese Geschichte hat verschiedene Ebenen:
Der auferstandene Jesus ist der irdische Jesus - und umgekehrt;
er ist kein Geist, kein Gespenst, keine Einbildung.
Der Auferstandene trägt weiter die Wundmale -
auch nach der Auferstehung Jesu gibt es weiter Leid und Tod,
im Moment erleben wir das sehr schmerzlich.
Thomas "verzichtet" auf die handgreifliche Berührung Jesu,
er glaubt auf Jesu Wort hin.
Auch wir glauben der Botschaft der ersten Jüngerinnen und Jünger:
Jesus lebt. Er wurde von Gott aus dem Tod auferweckt.
Auch wenn Glaube sichtbare Zeichen benötigt, wie z.B. das Osterlicht,
so lebt er doch letztlich vom Vertrauen:
In Jesus hat uns Gott den Weg zu sich und zum ewigen Leben gewiesen.
Indem wir uns bemühen, diesen Weg mitzugehen,
werden auch wir an unserem Ende in die Auferweckung Jesu hineingenommen.
Indem wir für das Leben eintreten, nicht nur in diesen Tagen,
bekommen wir Anteil am ewigen Leben.
Dafür ist uns der "gläubige Thomas" ein Beispiel.
Dazu aus einem Text von Klemens Nodewald:
"Der Tod neigte sich tief vor dem Auferstandenen,
dem wahren Herrn des Lebens und
dem Sieger über ihn, den Tod,
dem Herrn von Zeit und Ewigkeit.
Und der Auferstandene sprach:Wer glaubt und vertraut,
hofft und liebt,
der lebt und wird in Ewigkeit leben.
Er wird sterben,
aber nicht tot und
nicht für immer dahin sein."
Ich wünsche uns allen ein lebendiges Wochenende
Ihr Josef Dobeneck