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Impuls zum Wochenende - 4. Sonntag nach Ostern

Jesus Hirte
Datum:
Veröffentlicht: 1.5.20
Von:
Elisabeth Frank

Der 4. Ostersonntag gilt von seinem Evangelium her (Joh 10, 1-10) als der
"Gute-Hirte-Sonntag".
Jesus stellt sich (in einer Nomaden- und Agrargesellschaft)
als der gute Hirte dar, der für die Seinen sorgt.
Im Urchristentum, in der Zeit der Verfolgung, war dies ein sehr beliebtes Bild.
Die älteste Darstellung, die wir von Jesus kennen, zeigt ihn nicht als Gekreuzigten oder Auferstandenen,
sondern als guten Hirten.
Keine Angst: Niemand muss ein Schaf sein oder wird zum Schaf "degradiert"
(obwohl Schafe kluge Tiere sind - Papst Franziskus sagte einmal,
der Hirt habe der Herde zu folgen, denn die Herde weiß, wo die saftige Weide ist).
Es geht hier um Beziehung,
um die Beziehung zwischen Jesus und uns
und die Beziehung untereinander.
Da passt das Bild vom guten Hirten zur Coronapandemie.
Auch wenn wir ab nächsten Wochenende wieder Gottesdienste feiern können,
so sind die Regelungen (z.B. 2 m Abstand, höchstens leiser Gesang usw.) so schwierig,
dass kaum ein Beziehungs- und erst recht kein Gemeinschaftsgefühl aufkommen wird.
Ich werde noch genauer darüber informieren.
Es geht in dieser Zeit besonders darum
Beziehungen aufrecht zu erhalten und zu pflegen,
wenn schon nicht durch direkten Kontakt,
dann doch durch die Möglichkeiten, welche die heutige Technik uns bietet.
Von daher ruft uns der "Gute-Hirte-Sonntag" zum Kontakt und zu den Beziehungen untereinander auf
und genauso zu Jesus - die Kirche steht ja offen.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes 1 . Mai-Wochenende mit guten Beziehungen,
durch die wir einander zum "Guten Hirten" werden können

Ihr Josef Dobeneck