Karsamstag

Am Karsamstag haben wir eine ganz schwierige Begegnung,
eine Begegnung, die niemandem von uns erspart bleibt,
die wir alle in irgendeiner Form durchmachen müssen:
Die Begegnung mit dem Dunkel des Todes und des Grabes.
Wir begegnen Jesus in der Verschlossenheit des Grabes.
Er hat sich nicht nur mit dem Dunkel des Leidens solidarisch gemacht,
sondern auch mit dem Dunkel des Todes und des Grabes.
Und gerade das schenkt Hoffnung und Licht.
So dürfen wir am Karsamstag in unseren Gedanken und Gebeten
all unseren Verstorbenen begegnen, auch den Corona-Toten
und allen Toten der Kriege, des Terrors, der Gewalt, des Hungers, des Elends,
aller, die plötzlich oder zu früh von unserer Seite gerissen wurden.
Dazu ein Gebet von Roswitha Schuh:
Herr Jesus, in mir ist es finster,
aber bei Dir ist das Licht.
Herr, ich bin einsam,
aber Du verlässt mich nicht.
Ich bin oft unruhig,
aber bei Dir ist Frieden
und Du bist bei mir
und führst mich hienieden.
Diese Zuversicht wünsche ich uns in jedem Dunkel des Karsamstags.
Ihr Josef Dobeneck