Vorstellung von Pfarrer Michael Schüpferling

Liebe Schwestern und Brüder in der Pfarrgemeinde Uttenreuth!
Als ihr künftiger neuer Pfarrer grüße ich Sie alle sehr herzlich! Mein Name ist Michael Schüpferling, geboren 1972 in Ebermannstadt. Am 1. Juli 2000 wurde ich in Bamberg zum Priester geweiht, und war danach als Kaplan in Forchheim und ab 2004 als Pfarrer und Dekan in Marktgraitz tätig. Im Herbst 2017 führte mich der Weg in die Pfarrgemeinde St. Theresia Erlangen. Schon damals war abzusehen, dass sich mit dem Ruhestandseintritt von Pfr. Josef Dobeneck mein Tätigkeitsfeld deutlich erweitern wird, da seine Stelle zur Nachbesetzung nicht mehr vorgesehen war. Zeitgleich zum 1. September 2020 wird mir auch die Pfarrei Herz-Jesu in der Innenstadt zur Administration übertragen, da auch dort keine Nachbesetzung mehr stattfindet. Auf den ersten Blick erscheint mein neuer Pfarrbereich als sehr groß, und die zusätzlichen Aufgaben als Leitender Pfarrer, sehr, ja vielleicht zu viel, und das stimmt. Rein formal greift hier aber auch der gegenwärtige Strukturprozess unserer Erzdiözese, der vorsieht, dass nicht nur ein Pfarrer, sondern alle pastoralen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb eines Seelsorgebereichs ihren Dienst für die dort lebenden Menschen tun. Dennoch gibt es örtliche und inhaltliche Schwerpunkte. So wird mit mir Pastoralreferent Petru Giurgi vorerst überwiegend in Uttenreuth und St. Theresia tätig sein. Herr Giurgi ist der Nachfolger von Gemeindereferentin Christina Richter, die im Juli erstmals Mutter geworden ist. Wir freuen uns mit der jungen Familie, und wir danken Frau Richter für ihre engagierte zehnjährige Tätigkeit in Erlangen, Uttenreuth und den anderen Gemeinden!
Viele fragen sich, wie wird es unter den neuen Bedingungen weitergehen? Eine pauschale Antwort weiß niemand. Große Veränderungen werden zunächst oft als schmerzhaft wahrgenommen, aber sie bieten auch Chancen für Neues, wie sich immer wieder zeigt. Schritt für Schritt möchte ich mit Ihnen, liebe Mitchristen, das Neuland betreten, das nun vor uns liegt, im Vertrauen darauf, dass wir mit Besonnenheit und Tatkraft vorankommen werden. Über uns ruht die große Verheißung, dass Jesus Christus mit uns ist. Er ist die Mitte unseres Glaubens, seine Frohe Botschaft wollen wir auch künftig zu Herzen nehmen und verkünden. In Verbundenheit mit ihm werden wir auch künftig aus der Kraft unseres Glaubens leben und handeln. Für mich heißt das, im Blick auf meinen Primizspruch (Lk 5, 5): Auf sein Wort hin auch weiterhin die Netze auszuwerfen, um Menschen für IHN zu gewinnen. Und ich weiß, dass ich dabei nicht allein bin. Die Pfarrei St. Kunigunde Uttenreuth lebt vom Glaubenszeugnis und Engagement vieler einzelner Menschen. Wenn möglichst viele auch künftig bereit sind, sich mit ihren Begabungen, Fähigkeiten und Talenten, also ihren Charismen, in das Gemeindeleben einzubringen, können wir gemeinsam zum Aufbau des Reiches Gottes einen wichtigen Beitrag leisten.
Baupläne müssen manchmal geändert und den neuen Gegebenheiten angepasst werden, da kommen wir aus personellen Gründen oder den diözesanen Vorgaben nicht herum, auch vorhandene Ressourcen müssen sinnvoll eingesetzt werden. Viele werden das zuerst in der neuen Gottesdienstordnung bemerken, die personell auf den Seelsorgebereich abgestimmt ist, und, wie in fast allen unseren Gemeinden, künftig kürzer ausfällt als bisher. Zentrum bleibt der Gottesdienst am Sonntagvormittag in Uttenreuth, der sooft möglich, als Eucharistie gefeiert werden soll. Eine zweite Messe wird dann fast immer am Donnerstagabend gefeiert. Einen Vorabendgottesdienst in Kalchreuth wird es künftig vierzehntägig geben, entweder als Messe oder Wortgottesfeier. Weitere Feiern, die nicht von der Anwesenheit eines Priesters oder hauptamtlichen Vorstehers abhängen, können noch überlegt und ergänzt werden. Und, da wir ja ein großer Seelsorgebereich sind, der immer mehr zusammenwachsen soll, darf auch das (z.T. veränderte) Gottesdienstangebot in anderen Gemeinden wahrgenommen werden.
Ich vertraue darauf, dass die Gremien und Gruppen ihre bewährte Arbeit fortsetzen werden, und so der Pfarrgemeinde Uttenreuth weiterhin ihren eigenen Charakter und ihr Gesicht geben werden und sie lebendig und vielfältig bleibt. Das Pfarrbüro mit Frau Frank wird auch wie bisher ein wichtiger Anlaufpunkt in der Gemeinde sein, über den vieles erledigt werden kann. Ich hoffe zudem sehr, dass auch die Zusammenarbeit aller mit den anderen Gemeinden im Seelsorgebereich weiter wachsen wird, wie wir uns das bei der Gründung 2019 vorgenommen haben. Alle unsere Kirchengemeinden sind im Seelsorgebereichsrat vertreten und können dort ihre Ideen und Anliegen einbringen und zur Diskussion stellen. Zusammen knüpfen wir so ein großes Netz, das möglichst viele Menschen und Interessen erreicht und diese zugleich zusammenhält. Jede und jeder darf dazu seinen Beitrag leisten, Gutes tun und die Gemeinde(n) aufbauen. (vgl. Röm 14, 19)
Ich wünsche uns allen eine gute gemeinsame Zeit und Gottes reichen Segen auf unserem Weg! Und nicht zuletzt ein großes „Vergelt´s“ Gott an Josef Dobeneck für seinen jahrzehntelangen Dienst als Pfarrer in Uttenreuth und Dekan für Erlangen! Danke auch dafür, dass er in den nächsten Monaten noch vor Ort ist und den Übergang mitgestaltet!
Abschließend nochmals einen herzlichen Gruß an Sie alle!
Ihr künftiger Pfarrer Michael Schüpferling
Gebet
Herr, unser Gott. Junge und alte Menschen, einfache und kluge, erfolgreiche und solche, die sich schwertun, führst du als deine Gemeinde zusammen. Gib einem jeden etwas von deinem guten, heiligen Geist, damit wir dich und uns selbst und einander besser verstehen und vorankommen auf dem Weg, auf den du uns miteinander gestellt hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
(aus dem Messbuch)