Künstler: Dobroslaw Baginski, 1989
Der Künstler stellt den Gekreuzigten als stark überlängte, fast skletthafte, kantige Figur mit eingefallenen Wangen dar. Korpus und Kreuz bilden eine aus Kupferblech getriebene Einheit. Und doch hat der Betrachter den Eindruck, als schwebe Christus vor dem Kreuz. Seine Schultern befinden sich oberhalb des Querbalkens, seine Hände sind nicht angenagelt. Sie wirken eher wie zum Segensgruß erhoben und lassen gleichzeitig an den auferstandenen Christus als König und Sieger denken. Ob das Rechteck hinter seinem Kopf als Nimbus oder Inschriftentafel gedacht ist, bleibt offen. Jedenfalls ist es keine Verlängerung des Kreuzbalkens. Christi Füße sind nebeneinander gestellt, auch ruhen sie nicht wirklich auf der Konsole, sondern scheinen sich von ihr abzustoßen.
