Der Bildhauer Max Langhammer aus Pressath hat 1974 diese Statue aus Holz geschnitzt und farblos lasiert. Die Figur der Maria ist auf das Wesentliche konzentriert dargestellt: Eine schmale Frauengestalt mittleren Alters in einem Umhang, der bis zum Boden reicht. Sie ist nicht der Typ einer lieblichen jungen Mutter. Der Künstler hat wohl an eine vom Krieg gezeichnete, eine Flüchtlings- oder "Trümmerfrau" gedacht, die aber aufrecht und fest im Leben steht. Ernst, nicht verzweifelt, schaut sie den Betrachter an. Sieht sie den Kreuzestod ihres Sohnes oder gar das Schicksal des Menschengeschlechts voraus?
Auf ihrem rechten Arm trägt sie den Jesusknaben, er ist als gut genährtes Kleinkind dargestellt, unbekleidet. Aufrecht sitzend blickt er aufmerksam in den Raum und winkt dem Betrachter mit seiner rechten Hand fast aufmunternd zu.
